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Ortsgeschichte von Waldberg

Der Name Waldberg entstand aus Wartberg, abgeleitet von alt-hochdeutsch warta = Warte (Beobachtungsturm auf einem künstlichen Hügel). Diese Burgstelle ist archäologisch gesichert. Um 1170 ist Waldberg als Wartperch erstmals in einer Urkunde des Augsburger Klosters St. Ulrich nachgewiesen. Diese Rodungssiedlung, inmitten ausgedehnter herrlicher Wälder gelegen, befand sich im Besitz eines Ortsadels de Wartperch, der Familie Ohnsorg von Wellenburg, dem Salzburger Kardinal-Erzbischof Matthäus Lang in Verbindung mit der Herrschaft über Wellenburg und schließlich der Fugger bis zu den Umwälzungen des frühen 19. Jahrhunderts. Die Armut begleitete das Dorf über die Jahrhunderte, an Feiertagen liefen viele Waldberger mit dem Wollbinkel nach Augsburg. 1904 erhielt Waldberg als "ärmste Gemeinde des Kreises Schwaben und Neuburg" eine Erbschaft zugewiesen.

Eine Pfarrei bestand sicher ab dem späten Mittelalter, die Pfarrer waren jedoch so arm wie ihre Gemeinde. Ab 1675 wird Waldberg vom Pfarrer von Reinhartshausen versehen. Nach 1804 bemühte sich das Dorf wieder um eine Dotation, die fuggerische Herrschaft unterstützte dieses Vorhaben mit den Benefizien St. Radegund bei Wellenburg und Schwaz in Tirol. Als nun noch das baufällige Radegundiskirchlein in Wellenburg 1810 einstürzte, beseitigten die Fugger im Einvernehmen mit der Regierung die ohnehin nicht gern gesehene Wallfahrt und übertrugen die Heilige und ihren Kult nach Waldberg. Zu Ehren der Diözesanheiligen Radegundis, einer Magd, die 1290 auf einem Weg im Dienste der Nächstenliebe von Wölfen angefallen wurde, wird heute noch alljährlich am 4. Sonntag nach Pfingsten im neuklassizistischen Kirchenbau ein feierliches Radegundisfest mit Prozession und traditionellem Jahrmarkt abgehalten. 1811 wurde ein Priester ernannt, Messe gelesen und Schule gehalten. 8 Jahre später erstellte Anselm Maria Fürst Fugger-Babenhausen einen Stiftungsbrief, die neuerbaute Pfarrkirche wurde der Heiligen Dreifaltigkeit, der Heiligen Radegundis und dem Heiligen Vitus geweiht. Die kleine, 1817 abgebrochene Pfarrkirche, seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen und dem Heiligen Vitus geweiht, stand nordseits des Pfarrhofs an der Stelle des heutigen Kalvarienbergs.

1975 wurde das über 800jährige Waldberg der Stadt Bobingen eingemeindet. Das dörfliche Leben jedoch wird von den Gemeindebürgern unter tatkräftiger Mitwirkung der Vereine, eigenständig weitergeführt.



Ortsgeschichte von Kreuzanger

Am Ende des Mittelalters, 1467, wird Ober- und Unterkreuzanger, auch Hiebersberg genannt, zum erstenmal aktenkundig erwähnt, als das Ehepaar Morhart zu Wartperch das Bobinger Holz "mitsamt dem Creutzanger", wohl noch unbesiedelt im Tal der Krump gelegen, verkauft. Als wechselnde Besitzer zeugen die Vittel, die Fugger-Herrschaft, Mickhausen, das Kloster Ursberg, das Ulmer Wengenkloster und die Augsburger Bürger Rehm und Böcklin.

Besonders förderlich für den Ausbau Kreuzangers war die Herrschaft des Wengenklosters im 18. Jahrhundert. 1823 zählte der Ort 86 Seelen in 15 Häusern. Durch Entscheidung der Regierung von Schwaben vom 23. Mai 1973 wurde die Gemeinde Kreuzanger mit Wirkung vom 1. Juli 1975 aufgelöst. Der Gemeindeteil Kreuzanger wurde in die Stadt Bobingen eingemeindet.


Quellen:
Text, Wappen und Ortsansicht Kreuzanger: Stadt Bobingen
Luftbilder: Google
Bild St. Radegundis: Pfarrgemeinde St. Radegundis

 
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